Gemeindefahrt ins Waldecksche am 7.5.2026
Kassel – Jungfernkopf: Die Evangelische Petrusgemeinde und die Ev. Kirchengemeinde Jungfernkopf haben am Donnerstag, den 7.5.2026, einen gemeinsamen Ausflug ins Waldecksche angeboten.
Zunächst wurde der Dom in Fritzlar mit einer Gästeführerin besichtigt. Die erste Holzkirche lies Bonifatius im 8. Jahrhundert errichten, nachdem er die Donar-Eiche fällen ließ. Im Laufe des Mittelalters hat sie der wunderschöne Fritzlarer Dom entwickelt. Aus Fritzlar wurde auch 1524 Johann Hefenträger als Geistlicher verbannt, nachdem er eine Nonne geheiratet hatte. Beim Waldecker Grafen Philipp IV. in Bad Wildungen fand Johann Hefenträger Aufnahme. Dieser und sein Onkel Philipp III. (Patenonkel von Philipp dem Großmütigen von Hessen) luden Johannes Hefenträger zur Probepredigt am 17.6.1526 in die Stadtkirche von Waldeck ein. Zwei Wochen später war die Grafschaft Waldeck offiziell evangelische. Dort in der Waldecker Stadtkirche feiern die Waldecker mit interesierten Gästen auch am Mittwoch, den 17.Juni 2026, 500 evangelische Kirche in Waldeck – 4 Monate bevor in Homberg/ Efze 500 Jahre evangelische Kirche in Hessen gefeiert wird.
Von der Stadt Waldeck fuhr die Gemeindegruppe weiter nach Netze, wo eine historischer Alter aus dem Jahre 1370 steht und die alte Gruft der Waldecker Grafen sich befindet. In dieser Gruft ist das angefügte Bild entstanden. Es zeigt den Kirchenältesten Karl Kann, wie er sein geballtes Wissen mit den Kasselern teilt. Wohlbehalten kam die Kirchengruppe gegen 20 Uhr wieder in Kassel an.
Die nächste Gemeindefahrt geht nach Schönau am Königssee ins Haus Panorama vom Landkreis Kassel Land. Die Fahrt vom 3.-10.9.2026 kostet im Einzelzimmer bei Vollpension und Anreise nur 770,- Euro (Bitte bis Ende Mai anmelden).
Am Donnerstag, den 17.9.2026, geht die nächste Halbtagesfahrt nach Kaufungen, zur Kaiserin Kunigunde und der Stiftskirche und der Gorgs-Kapelle. Wer mitfahren möchte, melde sich bitte im Ev. Pfarramt, Waldecker Straße 30, an (Tel.: 880280)
Auf dem angefügten Bild in der Gruft der Waldecker Grafen ist Karl Kann zusehen, der sich seit Jahrzehnten vorbildlich um seine Netzer Kirche kümmert, und den Kasselern sehr viel erklärt hat.
Bericht von der Gemeindefahrt am 4.9.2025
Kassel-Jungfernkopf: Die Evangelische Petrusgemeinde und die Evangelische Kirchengemeinde Kassel-Jungfernkopf haben am Donnerstag (4.9.2025) eine gemeinsame Gemeindefahrt unternommen. Mit dem Doppeldeckerbus ging es von der Kirche in der Waldecker Straße los in den Vorderen Westen, die Mitte und den Süden-Westen von Kassel. Dort wurde die Klosterkirche von Nordshausen angefahren und besichtigt, die nachweislich älteste Kirche von Kassel, die an der Via Regina liegt, dem alten Handelsweg, der von Brügge, Aachen, Köln, Hochsauerland (dem Land unseres Bundeskanzler Friedrich Merz), dem Waldecker Land mit der Hanse-Stadt Korbach, Nordshausen, Niederzwehren, Fuldafurt, Erfurt, Leipzig, Krakau, … Kiew, Moskau … führte.
Pfarrer im Ruhestand Wolfgang Most war jahrzehntelang in der Kirchengemeinde Nordshausen und in der Klosterkirche aktiv und konnte bei der Kirchenführung aus dem Vollen schöpfen.
Zunächst war im 10./11. Jahrhundert eine romanische Kirche in Nordshausen an der Korbacher Straße vorhanden, dann kam die Gründung eines Zisterzienserinnen - Klosters im Jahre 1257. Dieses bestand bis zur Reformation im Jahre 1527. Die Nonnenempore zeugt noch von den Aktivitäten der Nonnen. Die Zisterzienser bauten als Reform- und Armutsorden ihre Klöster eher in die Wildnis im Tal (so auch in Haina und in Netze). Es waren ärmliche Kirche. Die Nordhäuser Kirche wurde dann in den nächsten Jahrhunderten erweitert und das Kirchenschiff erhöht – ebenso der Dachstuhl. Die Zisterziensereinen beteten für das Seelenheil des Grafen von Schauenburg (später von Wallenstein), so wie in Haina für die Ziegenhainer Grafen und in Netze für die Waldecker Grafen gebetet wurde. Eine Gruppe Interessierter konnte auch noch den alten Kirchenturm mit Glockenstuhl und den angrenzenden Dachstuhl besichtigen.
Nach einer von Pfarrer Arno Wilke in der Kirche gehaltenen Andacht ging es weiter zum Herkules, wo Kaffee und Kuchen auf die Kasseläner, Kasselaner und Kasseler wartete. Eine Gruppe unternahm noch einen Ausflug zur Große Hute mit Blick auf den Sichelbachteich und die Überreste der Flaggstellungen des zweiten Weltkrieges.
Wohlbehalten brachte der fürsorgende Busfahrer Thomas Fredrich alle Teilnehmende zurück nach Kirchditmold und zum Jungfernkopf. Ein erlebnisreicher Ausflugstag endete gegen 19 Uhr.
Die Bilder zeigen die Teilnehmenden der Gemeindefahrt vor der Klosterkirche (links außen Pfarrer Arno Wilke und dann Pfarreri.R. Wolfgang Most) und in der Klosterkirche in Nordshausen (Foto Arno Wilke) mit Pfarrer i.R. Wolfgang Most in seinem Element/ in seiner Klosterkirche in der Mitte zu sehen. Nach und neben Dr. Josef Mense der beste Kenner der Klosterkirche Nordshausen.



